05.09.2010
Saison 2010:
Freiluftsaison ist beendet!
Skatingkurse sind
im Rahmen der Öffnungszeiten
möglich in der
Skihalle
Mitglied im
Schneetelefon
Oberhof
036482-26921
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Infothek
»Ski und Schuhe
- Skatingski haben grundsätzlich keine Schuppen auf der Lauffläche
- sie werden nur mit Gleit- oder Rennwachs behandelt
- die Länge richtet sich nach der Körpergröße, Körpergewicht und Abdruckkraft beim Beinschub
- die sogenannte Vorspannung der Skier richtet sich auch nach der Fahrweise (sportlich/rennorientiert)
- auf jeden Fall vor einem Kauf Skatingski ausleihen und ausprobieren
- Skatingskischuhe haben einen hohen, extra versteiften Schaft, der die Köchel umschließt
- ohne kompetente Beratung geht bei einem Kauf im Fachgeschäft gar nichts
»Skistöcke
- die Stocklänge errechnet sich nach der Formel: Körpergröße x 0,9
- gemessen wird von Schlaufe bis Skispitze
- für sportliche Fahrer mit viel Armkraft eher 5 cm länger
am eigenen Beispiel: 1,83 mm x 0,9 = 1,65 m
meine Stöcke sind 1,70 m lang
- Alternative: Lippe-Kinn-Test
- nicht mit runden Tellern an der Skispitze fahren; die Stöcke rutschen sonst oft nach hinten weg
- empfehlenswert sind auch die sog. Powerschlaufen, bei denen die Handschlaufe zusätzlich mit einem Klettverschluss fixiert wird - dadurch wird nach dem Abdruck der Stock leichter nach vorn geführt
- bei der Anschaffung auf das Gewicht achten; auch wenn es etaws teurer ist - Carbonstöcke sind die erste Wahl
»Wachsen der Ski
- vor dem ersten Mal Gleitwachs einbügeln, am besten den Profi machen lassen
- danach nach jedem Laufen
- Lauffläche säubern und trocknen lassen
- flüssiges Gleitwachs auftragen, wenn Ski auf Zimmertemperatur erwärmt sind
- das Ganze verreiben, z.B. mit Filz, dann Ski wegstellen
- wenn es zum Skaten geht, dann Lauffläche von vorn nach hinten ausbürsten mit Nylonborsten (meist weiss oder blau)
- das war's
»Bekleidung
- wichtig ist das Zwiebelprinzip, mehrere dünne Schichten übereinander tragen
- alles sollte Funktionsbekleidung sein
- als Abschluss winddichte Jacken und Hosen
- leichtes Sirnband oder Fleecekappe
- Sportbrille, möglichst mit Wechselgläsern für unterschiedliche Lichtverhältnisse
- Radsportler können ihre Winterausrüstung benutzen
- am eigenen Beispiel: alles Funktionswäsche
im Temperaturbereich von -5 bis 0 Grad Celsius
Kopf: Stirnband oder dünne Funktionsmütze; Sportbrille
Oberkörper: Unterhemd kurz, Unterhemd lang, Pullover Microfleece, winddichte Jacke (z.B. Gore-Tex
Handschuhe: dünne, winddichte
Unterkörper: Boxershort, Radunterhose mit Windschutzeinsatz vorn, lange Unterhose, lange Winterradhose (innen mit leichten Fleece)
Füße: spezielle Langlaufsocken (z.B. von FALKE)
wenn man einen speziellen Langlaufanzug kauft, kann man meist eine Schicht am Körper weglassen
unter -5 Grad und bei starkem Wind, zusätzlich eine dünne Schicht
- auf keinen Fall geeignet zum Skating sind Schneeanzüge/Jacken/Hosen, die dick gefüttert sind und wie man sie beim alpinen Skilauf braucht - allerdings tun sie sehr gute Dienste nach dem Laufen, falls man keine Gelegenheit zum Umkleiden hat
»Aller Anfang ist schwer: Tipps für Beginner
- kurze Ski verwenden: etwa Körpergröße
- zu Beginn ohne Stöcke die Grundtechnik des wechselseitigen Abstoßens mit den Beinen wie beim Inline-Skating üben
- sehr empfehlenswert ist dabei Pulskontrolle: auf keinen Fall im Bereich der maximalen Herzfrquenz trainieren
- Faustformel: max. Herzfrequenz = 220 minus Lebensalter
- davon im Anfängertraining maximal 80% abrufen
- wer keine Grundlagenausdauer hat, noch weniger
- Beispiel: Alter 35
max. Herzfrquenz: 185
max. Trainingsbereich: ca. 150
- Stretching nach dem Training nicht vergessen, besonders Übungen zur Dehnung der Beinmuskulatur
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»Grundtechniken
- Halbschlittschuhschritt
- Schlittschuhschritt ohne Stockeinsatz
- 1-1-Technik: Doppelstockschub auf jeden Beinabstoß
- 1-2-Technik: Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoß
- 1-2-Technik mit aktivem Armschwung: Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoß und Armschwung links/rechts
- Diagonalschlittschuhschritt oder Lady Step
»Historie
- entstanden in den 1960er Jahren in der Szene der Skiorientierungsläufer
- der Finne Pauli Siitonen wandte diese Technik erstmals 1974 an und dominierte damit lange Jahre Volksläufe
- der US-Amerikaner Bill Koch gewann mit Hilfe der Skating-Technik in der Saison 1981/82 als erster Amerikaner den Gesamtweltcup der Speziallangläufer
- der Durchbruch im Wettkampfsport kam 1985 nach dem FIS-Kongress in Vancouver, als klare Regelungen dazu führten, dass Wettkämpfe entweder in der klassischen oder in der "freien" Technik durchgeführt werden
- im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Terminus "Skating" wieder durchgesetzt
- im Biathlon wird seit Ende der 1980er Jahre nur noch in der Skating-Technik gelaufen, was aufgrund der Ästhetik sicher mit zur enormen Popularität in Deutschland führte
»Skating im Biathlon zuerst in Oberhof
- Frank-Peter Roetsch war der erste Biathlet, der diese Technik in einem Biathlonwettkampf anwendete
- geschehen ist dies am 19. Januar 1985 beim Weltcup in Oberhof
- er verzichtete als erster auf Steigwachs und trotz sieben Schießfehler wurde er noch Vierter
- das war die Initialzündung
- schon einen Monat später, bei der WM in Ruhpolding, hatte sich die Skating-Technik durchgesetzt
- mehr Infos bei Wikipedia
»Individuelle Frage zum Thema Skating könnt ihr hier stellen
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